Mittwoch, 11. März 2020

Frühlingsfest abgesagt

Coronavirus –Frühlingsfest abgesagt

Die Landeshauptstadt Stuttgart hat heute aus Gründen des Infektionsschutzes weitreichende Konsequenzen für anstehende Veranstaltungen gezogen. So wird das Stuttgarter Frühlingsfest abgesagt.



Veranstaltungen mit über 1.000 Teilnehmenden werden im Vorgriff auf eine landesweite Regelung mit sofortiger Wirkung untersagt. Alle Veranstaltungen im Rathaus, die nicht zwingend sind für den Dienstbetrieb sowie den Sitzungsbetrieb des Gemeinderates und seiner Ausschüsse, werden bis vorläufig 19. April 2020 abgesagt.

Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist eine Bewährungsprobe für die Stadtgesellschaft. Diese Epidemie braucht den Zusammenhalt und das Mitwirken aller. Wir wollen Ansteckungsgefahren reduzieren und Infektionsketten unterbrechen. Deshalb müssen wir auch einschneidende Entscheidungen treffen.“ Wichtig sei es, Zeit zu gewinnen, damit nicht viele schwerwiegend Erkrankte auf einmal behandelt werden müssten. „Die Stuttgarter Ärzteschaft ist gut vorbereitet, aber wir müssen schauen, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird.“ Kuhn sagte weiter: „Der Gemeinderat muss beschlussfähig bleiben, daher werden die Sitzungen zunächst wie geplant stattfinden. Wichtig ist für Teilnehmende und Beobachter das Einhalten der Hygieneregeln, um Viren nicht weiter zu verbreiten.“

Der Leiter des städtischen Gesundheitsamts, Prof. Stefan Ehehalt, erläuterte: „Wir erwarten weitere Infektionen, das lässt sich auch daran ablesen, dass Italien und die französische Region Grand Est zu Risikogebieten erklärt worden sind.“ Aktuell gebe es in Stuttgart 34 erfasste Fälle einer Infektion mit dem Coronavirus. „Aus Gründen des Infektionsschutzes sind Maßnahmen, wie wir sie jetzt treffen, entscheidend, um die weitere Ausbreitung zu verlangsamen“, so Ehehalt.

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