Montag, 15. Oktober 2018

Zapfenstreich Cannstatter Volksfest

Großer Zapfenstreich zum 200. Geburtstag des Cannstatter Volksfestes

Gestern, am Sonntag, den 14. Oktober 2018 fand im Kurpark von Bad Cannstatt der große Zapfenstreich der historischen Garden und Wehren aus Württemberg und Baden statt. 

Damit erinnert der Volksfestverein an die Abschlusskonzerte der Militärkapellen, die am letzten Volksfesttag im 19. Jahrhundert im oder vor dem Kursaal stattfanden.
Zapfenstreich Cannstatter Volksfest
Zapfenstreich Cannstatter Volksfest

Herbst in Bad Cannstatt

Fotogalerie von Klaus Bernhard Alb

Bad Cannstatt im wunderschönen Herbst 2018 - Fotos von Klaus Bernhard Alb: Kursaal, Weinberge, altes Rathaus, altes Dekanat, Brunnen auf dem Marktplatz, FON Institut

Bad Cannstatt im Herbst, Kursaal

Schnellbus X1 Bad Cannstatt

Von Bad Cannstatt nach Stuttgart Mitte in 10 Minuten 

Knapp zehn Minuten braucht der neue Expressbus X1 zwischen Wilhelmsplatz Bad Cannstatt und dem Rathaus in der Innenstadt.

Im 5-Minutentakt steuert der Schnellbus folgende Stationen an: Bad Cannstatt Wilhelmsplatz, Dorotheenstraße, Rathaus, Wilhelmsbau, Büchsenstraße, Kleiner Schlossplatz und Arnulf-Klett-Platz.

Mittwoch, 10. Oktober 2018

Wasen bei Nacht

Licht in Bewegung

Nachtaufnahmen Cannstatter Volksfest 2018 von Oliver Willikonsky 

Die Geschichte des Cannstatter Volksfestes

Das landwirtschaftliche Fest zu Kannstadt


Bunt blinkende Lichter, Quietschen und Rattern von unbekannten Maschinen, der Duft von gebrannten Mandeln, Göckele und Steckerlfisch, fröhliche Menschen jeglichen Alters, dazwischen der immer wieder zu hörende Ruf des Kapellmeisters in einem der großen Festzelte: „Die Krüge hoch!“ Kein Zweifel, in Bad Cannstatt ist wieder Volksfestzeit. Rund vier Millionen Festfreudige tummeln sich alljährlich seit dem Jahr 1818 auf dem größten Schaustellerfest der Welt.
Volksfesttreiben im 19. Jahrhundert. Im Hintergrund die Fruchtsäule und die Pferderennbahn, die auch zur Präsentation von Zuchtvieh genutzt wurde.

Der unvorstellbar gewaltige Ausbruch des Vulkans Tambora in Indonesien 1815 führte zu einer klimatischen Katastrophe in Europa. Durch die Explosion wurden rund 100 Kubikkilometer Gestein, Asche und Staub bis in 70 Kilometer Höhe geschleudert und verdunkelten den Himmel. Die Sprengkraft entsprach etwa 170.000 Hiroshimabomben. Die Druckwellen waren in 1500 Kilometern Entfernung noch wahrnehmbar. Zehntausend Menschen starben direkt durch den Ausbruch, rund hunderttausend durch die Folgen. Denn die Staubteilchen wurden durch Luftströmungen um die ganze Erde verteilt und verursachten sogar noch in Europa Missernten und Hungersnöte.

Der Winter 1815/16 war in Württemberg der kälteste, seit es Wetteraufzeichnungen gibt. Der folgende Sommer fiel aus. Die Kartoffeln verfaulten in den Äckern. Schnee bis in den Mai und lang anhaltende Regenfälle, peitschende Gewitter und Hagel in den Wachstumsperioden wechselten einander ab und machten das Einbringen von Ernten in den Jahren 1815 und 1816 nahezu unmöglich.
Im ganzen Land hungerten die Menschen. Das wenige Mehl, das noch vorhanden war, wurde mit Sägemehl gestreckt, zur Aussaat gesteckte Kartoffeln wurden wieder ausgegraben. Die Not der Bevölkerung war unbeschreiblich.
Schlechter konnte die Ausgangslage des jungen König Wilhelm I., der 1816 Württembergs Regent wurde, nicht sein. Sein Schwager, Zar Nikolaus von Russland, half mit Getreidelieferungen das größte Elend zu lindern.
Als dann im Jahr 1817 der erste Erntewagen wieder eingebracht wurde, kam König Wilhelm und seiner russischen Frau Katharina die glorreiche Idee, ein landwirtschaftliches Fest zu stiften, das alljährlich am Geburtstag seiner Majestät, am 28. September, auf dem Cannstatter Wasen stattfinden sollte.
Zum ersten Fest 1818, das nur einen Tag dauerte, strömten mehr als 30.000 Besucher, und das zu einer Zeit, da die Oberamtsstadt Cannstatt selbst nur etwa 3000 Einwohner hatte. Das Fest sollte die Bauern ermutigen. Als Belohnung für herausragende landwirtschaftliche Leistungen stiftet das Königspaar Geld- und Ehrenpreise.

Zur gleichen Zeit gründete das beliebte Monarchenpaar eine landwirtschaftliche Unterrichtsanstalt auf Schloss Hohenheim und legte damit den Grundstein für die heutige landwirtschaftliche Fakultät. Diese und andere herausragende Leistungen, wie die Entwicklung des zweischarigen Pfluges, der noch heute als „Goldener Pflug“ im Deutschen Landwirtschaftsmuseum in Hohenheim zu bewundern ist, verschafften dem jungen Monarchen die Titel „König der Landwirte“ und „Landwirt unter den Königen“.
Cannstatter Volksfest auf einer Postkarte um 1900

Vom Landwirtschaftsfest zum Volksvergnügen

Die Prämierung von Zuchtleistungen der württembergischen Bauern und die Darstellung der landwirtschaftlichen Leistungsfähigkeit waren die zentralen Themen des Festes. Doch schon beim ersten Fest siedelten sich im Umfeld der Agrarleistungsschau Versorgungs- und Schaustellerbuden an. Sie lockten mit Sauerkraut und Würsten, allerhand süßen Leckereien, ein Markt ergänzte die kulinarischen Angebote. Das fahrende Volk stellte die stärksten Männer, die dicksten Frauen und sonstige Kuriositäten zur Schau. Mit der Zeit wurde das „Landwirthschaftliche Fest zu Kannstadt“ zum Cannstatter Volksfest, wuchs und gewann an Bedeutung. Im 19. Jahrhundert dauerte es nur einen einzigen, später drei, dann vier und ab den 1920er Jahren schließlich fünf Tage. Zu Beginn der 1950er Jahre wurde der Wasen auf zunächst zehn, später zwölf und seit 1972 auf die heute üblichen sechzehn Festtage ausgedehnt.
Anfangs gab es nur wenige so genannte Volksfest-Buden mit Schaustellern und Bierausschank. Sie wurden zugunsten der königlichen Loge und der Honoratiorentribünen an den Rand des eigentlichen Festgeländes verbannt.
Bereits 1860 kam es infolge der zunehmenden Schaustellerzahlen zu der heute typischen Anordnung in drei Hauptstraßen und zahlreiche Nebenstraßen, um den von Jahr zu Jahr wachsenden Besucherzahlen genügend Platz zu lassen. Heute machen rund 350 Betriebe das Cannstatter Volksfest zum größten Schaustellerfest der Welt. Rund vier bis fünf Millionen Besucher lockt der Wasenspaß an.

Schmuckstück vom Hofbaumeister

In den ersten Jahrzehnten konzentrierte sich das Hauptgeschehen des landwirtschaftlichen Festes auf das Vorführoval, an dessen dem Neckar zugewandten Seite König Wilhelm eine Tribüne mit Königsloge bauen ließ. Damit beauftragte er seinen Hofbaumeister Nikolaus Thouret, der auch den Cannstatter Kursaal erbaut hatte.
Dieser schuf mit der hoch über der Königsloge in denHimmel ragenden Fruchtsäule ein bäuerliches Erntedanksymbol, das noch heute Wahrzeichen des Cannstatter Volksfestes ist, obwohl das Landwirtschaftliche Hauptfest nur noch alle drei Jahre stattfindet. Die 23 Meter hohe Fruchtsäule trägt an ihrer Spitze eine mit den Früchten des Feldes gefüllte Schale und wird nur vom größten transportablen Riesenrad der Welt überragt.
Zu König Wilhelms Zeiten fanden in der Arena zu Füßen der Tribüne Pferderennen, Viehkörungen und Festzüge statt. So auch der berühmte, zeichnerisch komplett festgehaltene „Festzug der Württemberger“, der zum 25- jährigen Regierungsjubiläum König Wilhelms stattfand.
10.000 Württemberger aus allen Oberämtern marschierten zur Huldigung des Monarchen durch Stuttgart und anderntags über das Volksfestoval – der erste Volksfestumzug!
Heute ist der Umzug am ersten Festsonntag einer der Höhepunkte des Cannstatter Volksfestes. Rund hundert historische Gruppen von der Bürgerwehr über Schäfertanzgruppen und berufsständische Festwagen bis hin zu Trachtengruppen und Musikkapellen gestalten diesen farbenprächtigen Lindwurm. Immer noch nehmen Trachten- und Berufsgruppen am Umzug teil, die bereits 1841 mit dabei waren. Besondere Höhenpunkte sind Festwagennachbauten aus dieser Zeit.

Lichterglanz und Mandelduft

Das Volksfest ist längst ein Landesfest geworden. Klar, dass auch das Südwestfernsehen regelmäßig davon berichtet. Die Eröffnung am ersten Volksfestsamstag, der Volksfestumzug, der „Fröhliche Feierabend“, ein „Treffpunkt“ und weitere Berichterstattungen der Landesschau unterstreichen die Bedeutung des Festes.
Den schönsten Reiz übt das Cannstatter Volksfest in den frühen Abendstunden aus. Die bunt flackernden Lichter der Geisterbahnen, der Autoscooteranlagen, der Karussells, des Freefall-Towers und der vielen rasanten Schaustellergeschäfte, bei denen es einem schon beim Zuschauen schwindlig wird, vermengen sich mit den vielfältigsten Düften von gebrannten Mandeln, Steckerlfisch, Pizza und anderem mehr zu einem die Sinne betörenden eigenwilligen Gemisch.
Wer’s deftig mag, muss sich rechtzeitig einen Platz in einem der großen Festzelte sichern. Hier fließt das Bier in Strömen und schnell tobt die von den Musikanten angeheizte Stimmung in den Abendstunden, sodass kurzerhand das ganze Zeltpublikum auf den Bänken steht und singt. Wer sich diesem kollektiven Biertaumel entziehen möchte, findet in einem der kleineren Bierzelte oder in den gemütlichen Weinzelten ein lauschigeres Plätzchen.
Hier kann man sich mit seinem Tischnachbarn unterhalten und ein oder zwei Viertele mehr trinken. Schließlich gibt es in Cannstatt eine weltweit einmalige Initiative,die Heimweghilfe. Wer mit dem Auto auf den Wasen kommt und mehr getrunken hat, als es die Straßenverkehrsordnung zulässt, kann sich im eigenen Kfz von einem ehrenamtlichen Fahrer der Heimweghilfe nach Hause fahren lassen. Schließlich ist der Führerschein schon bei 0,3 Promille gefährdet, also bereits nach einer halben Maß. Der Service ist kostenlos, lediglich die Taxikosten für die Rückfahrt des Fahrers müssen bezahlt werden.
Natürlich heißt es auch auf dem Cannstatter Volksfest „schneller, höher, weiter“. Die Angebote der Schausteller werden immer spektakulärerer und wilder. Kaum überschaubar ist die Zahl der Fahrgeschäfte, in denen man um die eigene Achse vertikal, horizontal und dann auch noch gewirbelt und gedreht wird. Besser man fährt solche Turbomaschinen vor dem Genuss einer Maß und eines Göckeles. Doch auf dem Cannstatter Wasen haben auch die Traditionsgeschäfte ihren Platz: ein über hundert Jahre altes Kettenkarussell, das seine Runden zum Klang eines alten Orchestrions dreht; der Vogeljakob mit seinen Vogelpfeifchen, die stärksten Männer der Welt, der Weltmeister der Scherenschneider, Wahrsager und das gute alte Kasperletheater. Trotz der schrillen und alles dominierenden Welt der elektronischen Medien ist das Cannstatter Volksfest ein Ort des Außergewöhnlichen, des Exotischen und des bunten Fremdartigen; ein Fest das alle Sinne berührt, Tradition und Moderne miteinander verknüpft und das zu besuchen sich für die ganze Familie lohnt.

von Wulf Wager

Wulf Wager

Wulf Wager - Volksfestgeschichte

Wir bedanken uns für die Berichte rund um das Cannstatter Volksfest und seine Geschichte beim Autoren Wulf Wager

1962 in Stuttgart geboren, ist Autor, Redakteur und Redaktionsleiter der Zeitschriften »Mein Ländle«, »Cannstatter Volksfestzeitung«, »Weinboulevard« und »Narri-Narro«. Zahlreiche Buchpublikationen zur Festen und Bräuchen und schwäbischer Mundart. Er ist als Moderator für Brauchtums- und Musiksendungen des SWR-Fernsehen unterwegs. Er ist ein ausgewiesener und angefressener Fasnetsspezialist und Erforscher schwäbischer Lieder und Bräuche. Mit seiner Gruppe »Spundlochmusig« versteht er es bravourös, mit Wirtshausliedern, -sprüchen und -musik zu unterhalten. Überlieferte Traditionen liegen ihm sehr am Herzen. Seit 1995 gestaltet er den Cannstatter Volksfestumzug.

www.wulf-wager.de


Sonntag, 30. September 2018

Historischer Volksfestumzug

Königswetter zum Jubiläum

König Wilhelm I. und Königin Katharina von Württemberg sahen wie vom Cannstatter Kursaal zum Cannstatter Wasen herrlich dekorierte Prachtgespanne der Stuttgarter Brauereien, historische Fahrzeuge, bunte Trachtengruppen und -kapellen, bäuerliche Darstellungen, historische Gruppen und Bürgerwehren aus dem ganzen Land und weit darüber hinaus zogen mit über 100 Gruppen und mehr als 3.500 Mitwirkenden.
König Wilhelm I. und Königin Katharina von Württemberg

Der Volksfestumzug steht im Jubiläumsjahr 2018 ganz im Zeichen der ersten Premiere. Diese fand 1841 anlässlich des 25-jährigen Regierunsjubiläums von Volksfeststifter König Wilhelm I. statt. So fahren beim diesjährigen Umzug auch Original-Nachbauten der damaligen Prachtgespanne mit.

Wir haben noch einige Impressionen für euch:
Impressionen vom historischen Volksfestumzug

Samstag, 22. September 2018

Edition Amici

Buchvorstellung und Gespräch

Fünfter Stammtisch der Cannstatter Edition Amici Verlag opus magnum
Literaturstammtisch Bad Cannstatt

Montag, 17. September 2018

200 Jahre Cannstatter Volksfest

 SWR Sendungen zu 200 Jahre Wasen 

Dokumentationen, Livesendungen, Themenschwerpunkte im SWR Fernsehen, in den Hörfunkprogrammen SWR1 und SWR4 in Baden-Württemberg und online unter SWR.de ab Sonntag, 23. September 2018

Millionen Menschen feiern auch in diesem Jahr auf dem Cannstatter Wasen, der vor 200 Jahren als landwirtschaftliches Fest ins Leben gerufen worden war. Der Südwestrundfunk (SWR) feiert mit: Livesendungen, eine historische Dokumentation, die die Anfänge des Volksfestes lebendig werden lässt, und Programmaktionen machen das Wasen-Jubiläum zu einem Schwerpunkt im SWR Fernsehen, in den Hörfunkprogrammen SWR1 und SWR4 in Baden-Württemberg und online unter SWR.de.


200 Jahre Wasen

Samstag, 15. September 2018

Frauen morden schöner

Neuer Kurzkrimi von Cannstatter Autorin

In der Anthologie „Frauen morden schöner“ von den Mörderischen Schwestern Baden-Württemberg stammt einer der 25 Kurzkrimis aus der Feder der Cannstatterin Anita Konstandin. Ihre Geschichte heißt „Die Headline ihres Lebens“. Es dreht sich um Karla, die ihre Badewanne putzen möchte und dabei auf eine tierisch-gruselige Überraschung stößt ...

Vor zwei Jahren kam Konstandins Thriller „Morgen früh, wenn Gott will“ beim Silberburg-Verlag heraus, im Frühjahr 2019 soll die Fortsetzung erscheinen. Die Autorin lebt mit Mann und Hund in Bad Cannstatt und arbeitet an ihrem dritten Kriminalroman.


Anita Konstandin

Freitag, 14. September 2018

Vermüllung in Bad Cannstatt

Nicht nur motzen sondern handeln

 „Wir machen es uns schön in Bad Cannstatt“ lautet der Slogan der Netzwerkerinnen Bad Cannstatt. Getreu diesem Motto möchte der Verein der Vermüllung in Bad Cannstatt etwas entgegensetzen.

Alle interessierten Cannstatter sind herzlich eingeladen. Einige Ideen, die bereits entstanden sind sollen auf Realisierbarkeit überprüft werden und natürlich sind auch neue Anregungen herzlich Willkommen. Zudem sollen mögliche Aktionen geplant werden.

Ort: Weinstube am Stadtgraben, 
Am Stadtgraben 6, 70372 Stuttgart-Bad Cannstatt. Am 20.09.2018 um 19:30 Uhr.
Es ist ein Tisch auf den Namen „Netzwerkerinnen“ reserviert. 


Ihre Netzwerkerinnen Bad Cannstatt e.V.
70372 Stuttgart
Brunnenstr. 2
e.mail: nbc@netzwerkerinnen-bad-cannstatt.de

Müll in Bad Cannstatt

Sonntag, 9. September 2018

Volksfest im Friedrichsbau

Servus, Grüezi und Hallo

Mit der Eigenproduktion „Servus, Grüezi und Hallo“ startet das Variete im Friedrichsbau in die neue Spielsaison 2018/2019. Als traditionelles Stuttgarter Theater wird das 200. Jubiläumsjahr des Cannstatter Volksfestes zum Anlass genommen, eine Show zu konzipieren, die Artistik und Comedy mit lokalem Bezug und Blick auf liebgewonnene Traditionen zeigt.

Sandy Beach in Servus, Gruezi und Hallo   Foto: Willikonsky

Präsentiert von einem internationalen Ensemble, das für „Mordsgaudi“ im „Ländle“ sorgt. Künstler

Titanwurz-Blüte entfaltet sich

Heute ist es soweit

Bis zum letzten Augenblick war die Titanwurz Brunhilde der Wilhelma in Stuttgart entschlossen, die Spannung aufrecht zu erhalten. Doch heute Nacht ist es endlich so weit. Der genaue Zeitpunkt ihrer Blüte lässt sich nicht exakt vorhersagen, da man erst am entscheidenden Tag eindeutige Anzeichen an der Tropenpflanze erkennen kann. Seit dem Sonntagnachmittag ist nun deutlich zu sehen, wie sich das Hochblatt vom inzwischen 1,62 Meter hohen Blütenkolben ablöst und den Blick auf die rotbraune Innenseite freigibt. „Brunhilde“ hatte sich für ihre Entwicklung ungewöhnlich viel Zeit genommen und wuchs etwas länger in die Höhe als ihre Vorgänger.

Brunhilde                   Foto: Wilhelma

Man rechnet mit maximal 16 Tagen bis zum Aufblühen, sobald der Austrieb der Blüte sichtbar ist. Dies war bei der eigensinnigen „Brunhilde“ bereits am Mittwoch, 22. August, der Fall – sie benötigte also zwei Tage mehr bis zu ihrer nächtlichen Blüte.

125 Jahre VfB Stuttgart

Zum Jubiläum erstrahlt die Rathausfassade in den VfB-Farben

Das Rathaus erstrahlt in den Farben des VfB: Mit einer Illumination der Rathausfassade gratuliert die Landeshauptstadt Stuttgart zum 125-jährigen Vereinsjubiläum. Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte am Samstagabend, 8. September, bei der Feierstunde „125 Jahre VfB Stuttgart“ im Mercedes-Benz Museum: „Es ist mir eine Ehre und ein persönliches Vergnügen, dem VfB die Glückwünsche der Landeshauptstadt zu überbringen. Stuttgart steht zu seinem VfB, in guten und auch in schlechteren Tagen. Darauf kann sich der VfB verlassen.“
Illuminiertes Stuttgarter Rathauses              Foto Lichtgut/Leif Piechowski – Stadt Stuttgart

Die Fassade und der Turm des Rathauses sind in der Nacht vom 8. auf den 9. September weiß und rot angeleuchtet. Zusätzlich ist das Vereinswappen des VfB auf die Fassade projiziert.
Die ganze Nacht über werfen vier Beamer die Projektion von einem der gegenüberliegenden Gebäude auf das Rathaus. Auch an anderer Stelle in Stuttgart leuchtet es zur Feier des Jubiläums. Zeitgleich sind die Mercedes-Benz Arena und die Grabkapelle auf dem Württemberg in weißrotes Licht getaucht.

Dienstag, 28. August 2018

Trio Bluesette

Osteuropäische Musik in Bad Cannstatt

Cannstatter Sonntag um 4

Konzert des Trio Bluesette 17.Oktober um 16.00 Uhr im Bezirksrathaus, Marktplatz 10 in Bad Cannstatt


Donnerstag, 9. August 2018

Kulturinsel Bad Cannstatt

Nachtschicht-Gottesdienst in Bad Cannstatt

Seit über 15 Jahren bietet Pfarrer Ralf Vogel aus Obertürkheim Nachtschichtgottesdienste an (www.nachtschicht-online.de). Am Freitag, 21. September 2018, ist nun ein Gottesdienst im Zollamt auf dem Güterbahnhofareal („Kulturinsel“https://kulturinsel-stuttgart.org/) - in Cannstatt zum Thema „Grenzen“ geplant. Als Gast wird der EKD-Ratsvorsitzende Bedford-Strohm teilnehmen, zudem spielt Dota, die ein Lied über Grenzen geschrieben hat (https://www.youtube.com/watch?v=txanYnZgsWI). Die Veranstaltung beginnt mit einem Konzert des Vesperkirchenchores sowie von Dota um 18.00 Uhr (bis kurz vor 19.00 Uhr). Um 19.30 Uhr startet der Gottesdienst. Zwischen 19.00 und 19.30 Uhr wird umgebaut, die Besucher können dort auch etwas essen und trinken. In dieser Zeit wird sich das „Haus der Familie“ aus Cannstatt präsentieren, das wie keine andere Einrichtung es hier schafft, Grenzen zu überwinden.

Danke an Pfarrer Florian Link für diese Informationen.
Ev. Pfarramt Stadtkirche Bad Cannstatt II
www.stadtkirche-bad-cannstatt.de

Kulturinsel Bad Cannstatt, Foto: Oliver Willikonsky

Donnerstag, 2. August 2018

Grillstellen ab sofort gesperrt

Aktuell hohe Brandgefahr 

Die anhaltend trockene-heiße Witterung hat zu einer weiteren Erhöhung der Brandgefahr geführt und folglich sind alle öffentlichen Grillstellen im Wald des Stadtgebietes Stuttgart gesperrt. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt werden um besondere Vorsicht gebeten: Bereits unachtsam weggeworfene Glasflaschen können über den Lupeneffekt Brände auslösen. Generell gilt im Wald vom 1. März bis 31. Oktober ein gesetzliches Rauchverbot. Es ist nicht nur verboten, aktuell ist es auch absolut unverantwortlich, im Wald zu rauchen. Wer trotz des Verbots Grillstellen nutzt oder die vorhandenen Absperrungen und Sperrschilder beseitigt, begeht gleich mehrere Ordnungswidrigkeiten und kann unter anderem wegen Sachbeschädigung belangt werden.

Bitte seit auch sonst vorsichtig, das Schild hängt im Kurpark

Das Garten-, Friedhofs- und Forstamt appelliert an alle Bürgerinnen und Bürger, die getroffenen Maßnahmen zu respektieren, zum Schutz der Wälder zu handeln und dort nicht zu grillen oder zu rauchen.

Freitag, 27. Juli 2018

Da kommt leben in die Bude

Klangvolle Stimmen für den Regenwaldchor

Das Rauschen des Wasserfalls, der Gesang der tropischen Singvögel und das Zirpen der Goldkopf-Löwenäffchen bilden gemeinsam eine einzigartige Geräuschkulisse, die dem Amazonienhaus in der Wilhelma in Stuttgart eine besondere Anziehungskraft verleiht. Seit kurzem verstärken einige Neuzugänge den vielstimmigen Chor: Die Schwarzen Brüllaffenbrüder Dichoso und Shakiro kamen aus Barcelona in den Zoologisch-Botanischen Garten und sollen sich nun mit den beiden Weibchen Yara und Montega anfreunden.

Die Weibchen Yara und Montega geben derzeit in der Gruppe den Ton an. 

Die hellblonden Damen sind den schwarzhaarigen Männchen gegenüber noch skeptisch. „Nach anfänglichem Interesse haben sich die Weibchen entschieden, ihr angestammtes Revier gegen die


Erprobung von vollelektrischen Bussen

X1-Linie zwischen Innenstadt und Cannstatt geplant

Die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) wird als erster Verkehrsbetrieb den künftigen Mercedes-Benz eCitaro Gelenkbus sowie den eCitaro Gelenkbus mit Brennstoffzelle als Range Extender im Praxiseinsatz erproben. Fritz Kuhn, Oberbürgermeister der Stadt Stuttgart, Wolfgang Arnold, Vorstandssprecher und Technischer Vorstand SSB AG, sowie Till Oberwörder, Vorsitzender der Geschäftsleitung Daimler Buses, haben heute, eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet. Die Lieferung von insgesamt vier Gelenkbussen wird zwischen 2020 und 2022 erfolgen.
Tammo Voigt, Leiter eMobility Consulting, Till Oberwörder, Leiter Daimler Buses, Oberbürgermeister Fritz Kuhn, Wolfgang Arnold, Vorstandssprecher und Technischer Vorstand SSB AG, unterschreiben die Absichtserklärung.             Foto: Max Kovalenko  Rechte: LHS


Oberbürgermeister Fritz Kuhn sagte: „Wir haben immer gesagt, wir brauchen saubere Busse in Stuttgart, um unsere Klimaschutz- und Luftreinhalte-Ziele zu erreichen. Ich freue mich deshalb, dass es Daimler nun gelungen ist, als erster deutscher Hersteller, einen komplett elektrischen Stadtbus auf den Markt zu bringen. Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein für bessere Luft in unseren Städten.“

Montag, 23. Juli 2018

Passagenfest

Eröffnung der neugestalteten Passage zwischen Kaufhof und BW Bank

Ablauf

Eröffnung 10:00 Uhr durch Herrn Löffler, danach im Anschluss Annie das Musical Auftritt ca. 15-20 Minuten.

In der Passage gibt es eine Hüpfburg, eine Malecke und ein Glücksrad. Beim Kaufhof gibt es zudem Kinderschminken. Für das leibliche Wohl gibt es Popcorn, Mandeln und Zuckerwatte, ebenso wie Getränke.




Passagenfest Bad Cannstatt