Dienstag, 21. April 2026

Die Nashörner

Ganz großes Theater auf kleiner Bühne im Kulturkabinett

Von Marion Hermann-Röttgen

Dieses Theaterstück muss man gesehen haben, das Kulturkabinett hat mit seinem Amateurtheater gestern in einer sensationellen Premiere „Die Nashörner von Eugene Ionesco“ mit höchster Professionalität vorgestellt. Der Inhalt des 1959 als eines der ersten - für die 60iger in ganz Europa typischen “absurden“ Dramen - ist schnell erzählt. In einer Stadt entdecken die Bürger plötzlich ein wildgewordenes Nashorn, das eine Katze tottrampelt. Ionesco macht mit seiner Allegorie die Katastrophe des dritten Reiches, des Nationalsozialismus, und anderer diktatorischer Regierungsformen dramatisch greifbar. Alle Einwohner der Stadt verwandeln sich in einem Massenwahn wie durch eine ansteckende Krankheit, einer nach dem andern, in Nashörner. In der deutschen Übersetzung trifft der Titel Nashörner schon vom Klang her die Nähe zu den Nazis, im französischen heißt der Text allerdings: Rhinoceros. 

Der Inszenierung gelingt der Spagat zwischen sarkastisch absurden, durchaus auch komischen Elementen und zutiefst tragischem Geschehen. Geschickt werden die Protagonisten fast alle „absurd“ überzeichnet zu klischeehaften Typen, die aber so die verschiedenen Bürger eines Staates repräsentieren. Sie agieren bereits in der Phase ihrer noch individuellen Verschiedenheit bereits im Chor schreiend: Da ein Nashorn. Wenig später mutieren sie nach und nach selbst zu Nashörnern, verführt durch schrille Flüsterstimmen mit unkenntlichem Text, unheimlich in den Kopf gehämmert, werden ihnen diese Stimmen zum „Gesang“, den sie verstehen wollen. Das Tierische, ihre durch stampfende rhythmische laute Anwesenheit beginnt die Menschen zu faszinieren. Die Nashörner werden ihnen Symbol der Macht,der Natürlichkeit, der Überlegenheit. 

Die einzig „reale“ Figur ist Behringer - hier von Tim Krafl – grandios mit überzeugendem Realismus präsentiert. Er ist der liebenswürdige Antiheld, derjenige dem eigentlich nichts recht zu gelingen scheint, der rührend und bewundernd an einem Freund hängt, der ihn im Grunde missachtet und kritisiert, um sein eigenes Unterlegenheitsgefühl zu verbergen.

Behringer aber, von Anfang an Außenseiter, ist es, der mit seinen schlichten Worten Ionescos Philosophie der Humanität formuliert und versucht, mit Mut gegen eine Gesellschaft zu halten, in der keinerlei Moral gilt als die der Macht des Stärkeren. Er ist einzige, der den Massen widersteht, der einzige, der versucht, den Freund zu retten, vergeblich hofft, mit der Liebe, das Böse zu besiegen. 

Seine Verzweiflung am Ende vermittelt Krafl so dramatisch, dass man es als Zuschauer emotional kaum erträgt. Er allein, der einzige Mensch, der übrigbleibt, umringt von Nashörnern, die ihn vernichten werden. 
Klug verzichtet die Regie darauf, dieses Ende darzustellen. Behringer bleibt „standhaft“, steht wie eine Christus Figur aufrecht, bereit sich zu opfern für den Gedanken der Menschlichkeit mit dem Rücken zu den Tätern, verzweifelt im Ausdruck, Hingabe und Opfer. Es wird dunkel der Vorhang fällt. Im Publikum ein stiller Augenblick in erschüttertem Schweigen und dann der wohlverdiente rauschende Beifall für die beiden Regisseurinnen, die Schauspieler, das ganz Bühnenensemble und natürlich für den Hauptdarsteller, den Antihelden!!

Großartig auch die raffinierte und doch zurückhaltende Kostümierung der Nashörner. Es gab Aufführungen, die die Nashörner nur akustisch zeigten. Hier findet sich ein gelungener Kompromiss. Die musikalische Begleitung ist genial konzipiert auf Rhythmen und Tonfolgen reduziert. Die Figuren sind in grau militärisch wirkendem engen Anzügen, mit militärischen Schulterblättern und Manschetten, die mit spitzen Stahldolchen bestückt sind, die gleich Messern herausragen, und vor dem Gesicht einen grauer Gitter-Schutzhelm, so dass man hindurchsehen kann und die bösen hasserfüllten Blicke zu spüren meint.

Weitere Aufführungen

Fr. 08.05. Sa.09.05. S0. 10.05.
Sa. 16.05. So.17.05.


Werktag 20 Uhr 
Sonntag 17 Uhr

15 € regulär, 12 € ermäßigt

Telefon: 0711-563034

reservierung@kkt-stuttgart.de

KKT - Die Nashörner




Donnerstag, 2. April 2026

Forever Young Summit Stuttgart

Forever Young Summit am 10. April 2026 auf der Messe Stuttgart 

Mit Nina Ruge, Wigald Boning und Felix Magath: Forever Young Summit bringt Longevity, Marken und Community auf die große Bühne

Stuttgart wird am 10. April 2026 zum Treffpunkt für ein Thema, das längst über den Gesundheitsbereich hinaus Relevanz gewonnen hat: Longevity. Mit dem Forever Young Summit entsteht im Rahmen der Biohacking Days auf der Messe Stuttgart erstmals eine neue Plattform, die wissenschaftliche Erkenntnisse, praktische Anwendbarkeit, Community und starke Markenpartner zusammenbringt.

Zum Auftakt des neuen Eventformats kommen zahlreiche prominente Speaker:innen und Expert:innen nach Stuttgart – darunter Nina Ruge, Wigald Boning, Felix Magath, Dr. Alvar Mollik und Nils Behrens. Veranstaltet wird der Summit von der Agentur Friends & Foxes aus Bietigheim-Bissingen.

Auch auf Partnerseite wächst der Summit weiter: Mit Uhren2000.de ist ein Hauptsponsor aus der Region an Bord. Die Actionable Stage wird von AVACURA, MicuFlow und Celltur präsentiert, die Systemic Stage von Sunday Natural. Weitere Partner des Summits sind MoleQlar, InnoNature, NOA Health, Chathero sowie Awake, Yuicery und Loosh.

„Mit dem Forever Young Summit wollen wir dem Thema Longevity eine Bühne geben, die fachliche Relevanz, praktische Anwendung und starke Partner sinnvoll zusammenbringt“, sagt Felix Willikonsky, Veranstalter des Forever Young Summit. „Wir sehen großes Interesse aus Community, Industrie und Medien – und wollten ein Format schaffen, das Information, Austausch und Erlebnis verbindet.“


Longevity als Wachstumsfeld für Marken, Community und Content

Das Thema Longevity entwickelt sich zunehmend zu einem relevanten Wachstumsfeld an der Schnittstelle von Gesundheit, Performance, Prävention, Ernährung, Technologie und Lifestyle. Genau dort setzt der Forever Young Summit an: Das Event bringt Speaker:innen, Unternehmen, Partner und Besucher:innen zusammen und schafft einen Rahmen für Inspiration, Wissenstransfer und Vernetzung.

Inhaltlich gliedert sich das Programm in zwei Bereiche: Auf der Systemic Stage stehen die größeren Zusammenhänge rund um gesundes Altern, Wissenschaft und Prävention im Fokus. Die Actionable Stage widmet sich praxisnahen Ansätzen und direkt anwendbaren Impulsen für den Alltag.

Das Programm wurde gemeinsam mit einem wissenschaftlich-medizinischen Beirat, u.a. in Kooperation mit dem GCLS und Dr. Dominik Thor entwickelt. So verbindet der Summit inhaltliche Tiefe mit einer zeitgemäßen Event- und Partnerinszenierung.


Netzwerken, Austausch und Party am Abend

Neben Vorträgen, Panels und Diskussionen setzt der Forever Young Summit auch auf Begegnung: Ab 19 Uhr findet die „Forever Young Party“ statt – ein Format, das Netzwerken und Feiern miteinander verbindet und den Summit über das Tagesprogramm hinaus als Treffpunkt für Community, Partner und Branche erweitert.

„Es gab eine große Nachfrage nach einer Austauschplattform für die Community und Industrie im Bereich Langlebigkeit“, sagt Felix Willikonsky. „Dieser wollten wir nachkommen und dem Thema die bestmögliche Bühne bereiten.“

Zu den Partnern des Summits zählen außerdem die Messe Stuttgart, die Biohacking Days sowie das Geneva College of Longevity Science.


Der Forever Young Summit im Überblick

Wann? Freitag, 10. April 2026 – ab 10 Uhr

Wo? Messe Stuttgart

Was? Keynotes, Panels und Vorträge rund um Longevity mit u. a. Nina Ruge, Wigald Boning, Felix Magath, Dr. Alvar Mollik und weiteren Gästen

Ab 19 Uhr: Forever Young Party

Tickets und weitere Informationen: www.foreveryoungsummit.de



Weiterführende Infos für Medienvertreter:innen

Interviews mit Speaker:innen und Expert:innen können auf Anfrage organisiert werden

Akkreditierungen und Presseanfragen bitte an den untenstehenden Pressekontakt

Auch Ticket-Verlosungen sind grundsätzlich möglich

Pressekontakt „Forever Young Summit“

Oliver Fritz | OFW communications

oliver@ofwcomms.de

+49 173 7953602





Samstag, 14. Februar 2026

SCHWANENSEE – EIN KLASSIKER IN Bad Cannstatt

GRAND CLASSIC BALLET — DIE TRADITIONELLE WINTERTOURNEE MIT SCHWANENSEE

SCHWANENSEE – EIN KLASSIKER IN Bad Cannstatt

Im Kursaal Bad Cannstatt macht das Grand Classic Ballet im Rahmen seiner Wintertournee Station und bringt mit „Schwanensee“ einen der bekanntesten Ballettklassiker auf die Bühne. Die Aufführung verbindet traditionelle Choreografie mit klassischer Musik und bietet einen Abend für alle, die großes Ballett live erleben möchten – direkt vor der eigenen Haustür.

Seit Jahren steht Grand Classic Ballet für große klassische Balletterlebnisse auf deutschen Bühnen. 

Mit „Schwanensee — Jenseits der Bühne“ schlägt Grand Classic Ballet nun bewusst eine neue Richtung ein. Die Inszenierung wurde entwickelt, um den berühmten Klassiker  auf kleineren Bühnen erlebbar zu machen – in einer Form, die vertraut bleibt und zugleich neue Perspektiven eröffnet.

Im Mittelpunkt steht weiterhin das klassische Ballett und die bekannte Geschichte von Odette und Odile. Neu ist die Art der Erzählung: konzentrierter, unmittelbarer und emotional verdichtet. Ein Live-Streichquartett begleitet die Tänzer:innen direkt auf der Bühne und verleiht der Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski eine besondere Präsenz. Der kammermusikalische Klang bringt feine Nuancen hervor und intensiviert jede Bewegung, jeden Ausdruck. Die Inszenierung setzt bewusst auf Klarheit und Fokus. Statt großer Effekte rücken Ausdruck, Spannung und Gefühl in den Vordergrund. „Schwanensee — Jenseits der Bühne“ ist keine verkleinerte Version der großen Produktion, sondern eine eigenständige künstlerische Form, die durch Reduktion an Wirkung gewinnt. Mit mehreren hundert Aufführungen pro Jahr zählt Grand Classic Ballet zu den aktivsten Ballettcompagnien Deutschlands. Ab März tourt diese neue Schwanensee-Fassung ganzjährig durch Deutschland und passt sich flexibel an unterschiedlichste Bühnen an. Genau dafür wurde sie geschaffen: um klassische Ballettkunst in hoher Qualität dort zu zeigen, wo Nähe neue Intensität ermöglicht. Für alle, die Schwanensee lieben, ist dies eine neue Begegnung mit einem vertrauten Werk. Für alle, die glauben, den Klassiker zu kennen, eine überraschend frische Erfahrung.

„Schwanensee — Jenseits der Bühne“ entsteht aus dem Zusammenspiel dreier künstlerischer Handschriften.

Die Vision und das konzeptionelle Fundament stammen vom Produzenten Konstantin Rain, der den Klassiker bewusst neu gedacht hat – näher am Publikum, flexibler im Raum und offen für neue Ausdrucksformen ohne seine klassische Identität aufzugeben.

Die choreografische und szenische Gestaltung wird geprägt von Anastasia Isaeva, ehemalige Primaballerina und heutige Ballettdirektorin und Ballettmeisterin. Ihre Erfahrung verleiht der Inszenierung Klarheit, Balance und dramaturgische Präzision. Ergänzt wird diese Handschrift durch Elisabeth Taranda, aktive Primaballerina der Compagnie. Ihre aktuelle Bühnenpräsenz und emotionale Unmittelbarkeit fließen direkt in die Inszenierung ein – auf und hinter der Bühne.

Gemeinsam formen sie eine Schwanensee-Fassung, die Tradition respektiert und zugleich neu atmet: intensiv, zeitgemäß und überraschend nah.

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