Montag, 30. September 2019

SV Cannstatt

SV Cannstatt zurück aus der Sommerpause 

Einiges an Wasser ist seit dem letzten spielerischen Auftritt der Zweitligawasserballer des SV Cannstatt im Juni den Neckar hinuntergeflossen. Am vergangenen Sonntag endete nun diese lang anhaltende Durststrecke – und wurde sogleich durch eine große Welle der Ernüchterung abgelöst: In der 1. Runde des DSV-Pokals unterlagen die Cannstatter der gastgebenden HSG TH Leipzig zwar nur denkbar knapp mit 12:13 (3:4,5:2,2:2,2:5), offenbarten aber auch so manche eklatante Schwachstelle im Zusammenspiel. 


Die ersten Minuten der neuen Saison versprachen dabei noch äußerst positive Ausblicke für den weit gereisten SV Cannstatt: Die neu zusammengestellte Cannstatter Sieben – Trainer Andras Feher hatte über den Sommer hinweg einige vielversprechende Talente aus der Region an die Mombachquelle gelotst – bewies gegen die spielerisch deutlich schwächeren Leipziger eine gute Teammoral und große Treffsicherheit im Abschluss. Das Team um Kapitän Lennart Löscher versprühte eine sichtbar große Lust, sich nach jahrelanger Abstinenz auf nationaler Ebene wieder souverän im DSV-Pokal zu präsentieren.

So erarbeitete sich der Cannstatter Angriff Stück für Stück einen dezenten Vorteil, den Routinier Novak Zugic mit seinem Treffer zum 11:8 zu Beginn des vierten Spielabschnitts sogar auf drei Tore ausbauen konnte. Mit diesem komfortablen Polster auf der Anzeigetafel ging es in die hitzige Schlussphase des Spiels, in der die Cannstatter jedoch schlagartig der Mut zum Toreschießen zu verlassen schien: Fehlwürfe, schlecht ausgespielte Überzahlchancen und zahlreiche Abstimmungsfehler brachten den bis dato sicher auftretenden SVC zunehmend ins Wanken. Zu allem Übel gelang den sächsischen Gastgebern in allerletzter Sekunde auch noch der ganz große Streich: Mit der Schlusssirene traf Kay-Uwe Müns zum überraschenden 13:12-Siegtreffer für die Hausherren, die damit euphorisch jubelnd in die nächste Runde des prestigeträchtigen Wettbewerbs einzogen.

Beim SV Cannstatt überwog nach Abpfiff indes eine deutlich gedrücktere Stimmung und die Gewissheit, das noch einiges an Arbeit auf die Schützlinge von Trainer Andras Feher zukommen dürfte. Der vermeldete kurz nach Spielende auch sogleich: „Gerade in den kritischen Situationen des Spiels konnte man noch viele Abstimmungsprobleme ausmachen, auch konditionell und taktisch müssen wir weiter konsequent an uns arbeiten. Aussichtslos ist das aber nicht: Ich sehe ein großes Potenzial und die Mannschaft scheint motiviert.“ Besonders die Neuzugänge hätten sich in den vergangenen Wochen als „fleißige Ergänzungen“ im Trainingsbetrieb hervorgetan: „Man muss sich vorstellen, dass diese Mannschaft eigentlich aus vier unterschiedlichen Teams zusammengestellt wurde. Neben unseren eigenen Spielern haben wir jetzt Ludwigsburger, Pforzheimer und Bietigheimer im Kader. Dass da nicht alles auf Anhieb klappt, versteht sich von selbst.“ Für das geforderte „Fine-Tuning“ der Mannschaft bleibt dem erfahrenen Andras Feher nun zumindest genügend Zeit: Erst im November sind die Herren des SVC wieder im Kampf um Punkte gefordert – dann steht der Auftakt der Liga-Spielzeit 2019/2020 an.


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