Mittwoch, 30. Mai 2018

Cannstatter Volksfest

200 Jahre Cannstatter Volksfest

In einem Bildband führt Wulf Wager durch die zweihundertjährige bewegte Geschichte des Cannstatter Volksfestes. Hunderte historische Bilder – zum großen Teil erstmals veröffentlicht – lassen tief in die Historie dieses besonderen Festes der Schwaben und des Landwirtschaftlichen Hauptfestes schauen.


Cannstatter Volksfest - Bildband

König Wilhelm I. von Württemberg ersann gemeinsam mit seiner russischen Frau Catharina nach zwei schlimmen Hungerjahren die Idee, ein„Landwirthschaftliches Fest zu Cannstatt in Verbindung mit einem Volksfest“ zu stiften.Nach einem Vulkanausbruch im fernen Indonesien verdunkelte die Asche die nördlicheHemisphäre und führte 1816 zu einem „Jahr ohne Sommer“. Es konnte keine Ernteeingefahren werden. Die Württemberger hungerten. Als dann 1817 die ersten Erntewagen in die Städte und Dörfer einzogen, gründete das vielgeliebte Königspaareinen „Landwirtschaftlichen Central-Verein“ und wurde dessen erste Mitglieder. Niemalsmehr sollte das Volk hungern. Und so entstand die Idee zu diesem mittlerweile größten Fest im Ländle. Tiere wurde prämiert, neue Gerätschaften vorgestellt und ausgezeichnet. Rund um das landwirtschaftliche Herz des Festes bildete sich ein Volksfest mit Märkten, Gauklern, Schaustellern und Wirten. Daran hat sich im Laufe der 200-jährigen Geschichte fast nichts geändert. Nur, dass das Landwirtschaftliche Hauptfest nur noch alle vier Jahre stattfindet, während Millionen festfreudiger Wasenbesucher alljährlich das größte Schaustellerfest der Welt in Stuttgart besuchen um die Bierkrüge zu heben.

Wulf Wager ist Autor, Herausgeber und Chefredakteur der Zeitschrift „Mein Ländle“. Erveröffentlichte zahlreiche Buchpublikationen zu Festen, Bräuchen und schwäbischer Mundart. Bekannt wurde er auch als Moderator für Brauchtums- und Musiksendungen des SWR Fernsehen, Fasnetsspezialist und Erforscher schwäbischer Lieder und Bräuche.

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