Donnerstag, 8. November 2018

Gedenken an Pogromnacht

Vor 80 Jahren, am Abend des 9. November 1938 brannten in ganz Deutschland tausende Synagogen, jüdische Wohnungen und Geschäfte, angezündet nicht vom wütenden Mob, sondern vorbereitet und organisiert von NSDAP, SA und Behörden des faschistischen Staates, dem die Macht 1933 übertragen wurde.

Platz der ehemaligen Cannstatter Synagoge

Die Synagoge in Cannstatt wurde vom Leiter der Brandwache, zwei Feuerwehrleuten und einigen Nazis angezündet. Fast alle männlichen Stuttgarter Juden zwischen 18 und 65 Jahren wurden verhaftet und kamen ins Gestapo-Gefängnis Welzheim, aber auch ins KZ Dachau.

Die Initiative zum Gedenken an die Opfer der Pogromnacht lädt auch dieses Jahr wieder nach Cannstatt ein zur Gedenkveranstaltung nach Cannstatt ein:

Freitag, 9. November 2018 ab 18.00 Uhr 
am Platz der ehemaligen Cannstatter Synagoge, König-Karl-Straße 45/47 
– U-Bahn Haltestelle Cannstatt Wilhelmsplatz

Mit Reden von:

Ulrich Kadelbach (evang. Pfarrer i.R.),
Silvia Gingold (Tochter des jüdischen Widerstandskämpfers Peter Gingold),
VertreterIn des Antifaschistischen Aktionsbündnis Stuttgart und Region (AABS)

Moderation:            Joe Bauer (Autor und Betreiber des Flaneursalons)
Kulturprogramm:   Freier Chor Stuttgart mit antifaschistischen Liedern

Anschließend ab 19.00 Uhr im Verwaltungsgebäude des Bezirksrathauses am Marktplatz 10

Filmvorführung:   
Zeit für Zeugen – eine Hommage an Ettie und Peter Gingold

Lesung:
Silvia Gingold liest aus dem Buch ihres Vaters „Paris – Boulevard St. Martin No. 11: Ein jüdischer Antifaschist und Kommunist in der Résistance und der Bundesrepublik“


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