Montag, 11. Oktober 2021

Cannstatter Römergeschichte

Auf den Spuren der Römer

Quelle: Der Text fußt auf einem Artikel von Iris Frey in der Cannstatter Zeitung, 9. Juli 2021.(Herzlichen Dank an das Team der CZ für die schöne Zusammenarbeit)

Zum ersten Mal gibt es ein umfassendes Buch, welches die Cannstatter Römergeschichte beleuchtet. Eberhard Köngeter hat es herausgegeben.    

Bad Cannstatt - Wohin man schaut, gibt es in Bad Cannstatt römische Spuren. Vor allem sind sie in der Altstadt sichtbar. Was es aber bisher noch nicht gegeben hat, ist ein umfassendes Römerbuch über Bad Cannstatt. Jetzt ist es da. Herausgegeben von Eberhard Köngeter mit Gastbeiträgen von Andreas Böhler, Matthias Busch, Enrico De Gennareo, Christiane Herb, Walter Joachim, Olaf Schulze, Andreas Thiel und andern. Das Buch mit seinen 188 Seiten trägt den Titel „Auf den Spuren der Römer in Stuttgart-Bad Cannstatt“.

Foto: CZ, Iris Frey

Die Idee für das Buch stammt von Köngeter. Mit den Römern beschäftigt er sich fast sein ganzes Leben. Schon als Jugendlicher ist er durch den Limes auf das Thema gestoßen, den er in den sechziger Jahren außerhalb von Museen gesehen hat. „Für mich war es wie ein Fenster in eine Welt, die es hier vor fast 2000 Jahren gegeben haben muss.“ Erstaunt hat ihn, dass es hier eine römische Welt gab, über die es außerhalb von Fachkreisen keine Informationen gab.

Besonders imposant und anschaulich sind die farbigen Zeichnungen von Roland Gäfgen, der spezialisiert ist auf Illustrationen aus der Römerzeit. Hier ist erstmals dargestellt, wie das römische Cannstatt in etwa ausgesehen haben könnte, eingebettet in die Landschaft. Es ist zu sehen, wo es Siedlungen gab und wo nicht. Das Römerkastell hat um 90 nach Christus die Grenze zu Germanien gesichert. Um die Kaserne gab es Händler, Gastgewerbe und Kaufleute. Am Sparrhärmlingweg gab es Industrieanlagen, wie die Ausgrabungen der Töpferöfen 2009 ergaben mit Keramikproduktion. Die Römerstraßen sind zu sehen. Auf einem anderen Bild ist die Talsiedlung mit dem Neckar als Grenze.

Die Talsiedlung sei dadurch entstanden, dass der Neckarlimes vorverlegt worden und das Kastell von Cannstatt nach Welzheim verlegt worden sei, so Köngeter. So sei das Gebiet rechts des Neckars befriedetes Gebiet geworden. Und so entstand die Talsiedlung, die die Römer angelegt haben, in der es römische Badeanlagen gab, dann später das Hotel Hermann, den Schiffmann-Brunnen. Für die Badeanlagen gibt es archäologische Nachweise. Köngeter bewundert an den Römern, dass sie kein Neckarwasser, sondern Mineralwasser getrunken haben. So haben sie auch eine Leitung aus dem Kienbach-Bereich in die Altstadt geleitet. Der Herausgeber findet auch das Gesundheits- und Ernährungsbewusstsein der Römer sehr interessant. Sie seien auf mehreren Gebieten überlegen gewesen, auch etwa im Straßenbau. Das Buch beleuchtet vielerlei Aspekte der römischen Geschichte in Bad Cannstatt, die Götter, Kaiser und Soldaten, die Besiedelung bis hin zu vorhandenen und neu geschaffenen römischen Erinnerungsstätten. Der Leser erfährt den Hintergrund über Objekte und Skulpturen der Römer in Bad Cannstatt. Und er bekommt einen Einblick, wie wichtig Cannstatt bereits zu Zeiten der Römer war, nämlich eine Civitas, zu sehen wie ein Landkreis, ein Gebiet, das bis nach Lorch reichte und die halbe Strecke bis Pforzheim, also einen Umkreis von etwa 30 bis 40 Kilometern. Am Eisenbahntunnel in der König-Karl-Straße sind die Hinweise zu sehen. Es wird noch der Beweis für die Civitas gesucht, weiß Köngeter, die „Tontäfelchen“, doch anerkannte Historiker und Archäologen stützten bereits jetzt diese Aussage.

Auch auf die Sonderausstellungen im Stadtmuseum Bad Cannstatt wird eingegangen. Zudem sind die Römermuseen und römischen Freilichtmuseen in Baden-Württemberg aufgelistet.

Eine Zeittafel über die Römer in Südwestdeutschland gibt ebenfalls nochmals einen umfassenden Überblick. Rot gedruckt ist dabei alles, was mit Bad Cannstatt zu tun hat. Das Buchprojekt mit vielen Fotografien und ansprechenden Abbildungen konnte auch durch einen Zuschuss von Pro-Alt-Cannstatt entstehen. Es ist auch bei Osiander in der Marktstraße in Bad Cannstatt erhältlich.

Auf den Spuren der Römer in Stuttgart-Bad Cannstatt. Impressionen, Einblicke und Eindrücke von einer römischen Provinzstadt am Neckar, herausgegeben von Eberhard Köngeter, ISBN 978-3-00-066772-5, 188 Seiten, 19,80 Euro.

1 Kommentar:

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