Samstag, 14. Februar 2026

SCHWANENSEE – EIN KLASSIKER IN Bad Cannstatt

GRAND CLASSIC BALLET — DIE TRADITIONELLE WINTERTOURNEE MIT SCHWANENSEE

SCHWANENSEE – EIN KLASSIKER IN Bad Cannstatt

Im Kursaal Bad Cannstatt macht das Grand Classic Ballet im Rahmen seiner Wintertournee Station und bringt mit „Schwanensee“ einen der bekanntesten Ballettklassiker auf die Bühne. Die Aufführung verbindet traditionelle Choreografie mit klassischer Musik und bietet einen Abend für alle, die großes Ballett live erleben möchten – direkt vor der eigenen Haustür.

Seit Jahren steht Grand Classic Ballet für große klassische Balletterlebnisse auf deutschen Bühnen. 

Mit „Schwanensee — Jenseits der Bühne“ schlägt Grand Classic Ballet nun bewusst eine neue Richtung ein. Die Inszenierung wurde entwickelt, um den berühmten Klassiker  auf kleineren Bühnen erlebbar zu machen – in einer Form, die vertraut bleibt und zugleich neue Perspektiven eröffnet.

Im Mittelpunkt steht weiterhin das klassische Ballett und die bekannte Geschichte von Odette und Odile. Neu ist die Art der Erzählung: konzentrierter, unmittelbarer und emotional verdichtet. Ein Live-Streichquartett begleitet die Tänzer:innen direkt auf der Bühne und verleiht der Musik von Pjotr Iljitsch Tschaikowski eine besondere Präsenz. Der kammermusikalische Klang bringt feine Nuancen hervor und intensiviert jede Bewegung, jeden Ausdruck. Die Inszenierung setzt bewusst auf Klarheit und Fokus. Statt großer Effekte rücken Ausdruck, Spannung und Gefühl in den Vordergrund. „Schwanensee — Jenseits der Bühne“ ist keine verkleinerte Version der großen Produktion, sondern eine eigenständige künstlerische Form, die durch Reduktion an Wirkung gewinnt. Mit mehreren hundert Aufführungen pro Jahr zählt Grand Classic Ballet zu den aktivsten Ballettcompagnien Deutschlands. Ab März tourt diese neue Schwanensee-Fassung ganzjährig durch Deutschland und passt sich flexibel an unterschiedlichste Bühnen an. Genau dafür wurde sie geschaffen: um klassische Ballettkunst in hoher Qualität dort zu zeigen, wo Nähe neue Intensität ermöglicht. Für alle, die Schwanensee lieben, ist dies eine neue Begegnung mit einem vertrauten Werk. Für alle, die glauben, den Klassiker zu kennen, eine überraschend frische Erfahrung.

„Schwanensee — Jenseits der Bühne“ entsteht aus dem Zusammenspiel dreier künstlerischer Handschriften.

Die Vision und das konzeptionelle Fundament stammen vom Produzenten Konstantin Rain, der den Klassiker bewusst neu gedacht hat – näher am Publikum, flexibler im Raum und offen für neue Ausdrucksformen ohne seine klassische Identität aufzugeben.

Die choreografische und szenische Gestaltung wird geprägt von Anastasia Isaeva, ehemalige Primaballerina und heutige Ballettdirektorin und Ballettmeisterin. Ihre Erfahrung verleiht der Inszenierung Klarheit, Balance und dramaturgische Präzision. Ergänzt wird diese Handschrift durch Elisabeth Taranda, aktive Primaballerina der Compagnie. Ihre aktuelle Bühnenpräsenz und emotionale Unmittelbarkeit fließen direkt in die Inszenierung ein – auf und hinter der Bühne.

Gemeinsam formen sie eine Schwanensee-Fassung, die Tradition respektiert und zugleich neu atmet: intensiv, zeitgemäß und überraschend nah.

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Dienstag, 20. Januar 2026

Roland Reng „Er kenne Herrn Benz nicht, sagte Herr Daimler“

von Wolfgang Breitkopf
Es geht um die Geschichte zweier Erfinder und Rivalen. Erzählt wird in zwei Handlungssträngen von zwei Tüftlern, die sich jeweils in den Kopf setzen, als Erste eine motorbetriebene „Kutsche“ zu entwickeln und zur Marktreife zu bringen: Carl Benz in Mannheim und Gottlieb Daimler in Stuttgart-Bad Cannstatt.
Das Buch hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Die beiden teils etwas schrulligen Herren werden mit viel Humor in Szene gesetzt. Man erfährt viel Historisches über Land und Leute, ohne dass es auch nur einen Moment belehrend wirkt oder an ein Fachbuch erinnert. Es steckt viel Lokalkolorit darin. Ich konnte mir richtig vorstellen, wie Daimler seine Werkstätten am Seelberg inspiziert oder mit seinem Motorboot auf dem Neckar entlangschippert, ohne dass sich der Autor dabei in technischen Details verliert.
Ich finde es nicht nur als Cannstatter lesenswert.
Ein kleiner Tipp: Im Gartenhaus nahe dem damaligen Standort der Villa Daimler im Kurpark kann man ein kleines, aber feines Museum besuchen, das gleichzeitig als Gedenkstätte dient. Der Besuch ist kostenfrei, und es gibt Informationen zu Gottlieb Daimler, Ausstellungsstücke und Modelle seiner Erfindungen. Es lohnt sich, einmal vorbeizuschauen!
Zum Schluss noch der Klappentext des Buches:
Im Juli 1886 unternahm Herr Benz in Mannheim die erste Autofahrt der Geschichte. Cannstatt war weit genug entfernt, dass dort zur selben Zeit Herr Daimler stolz erzählen konnte, er habe gerade das Automobil erfunden. Schwierig wurde es, als die beiden von der Existenz des anderen erfuhren. Ein Wettlauf beginnt, und die lebensfrohen Frauen der Erfinder mischen mit. Benz und Daimler glauben, mit 16 km/h in die Zukunft zu rasen – doch sie stoßen auf breite Ablehnung ihrer Zeitgenossen.